Man sieht Kopf und Vorderpfoten einet getiegerten Katze, die verspielt nach links oben schaut. Sie liegt auf dem Rücken im Gras. Um ihre Kopf herum liegen herbstlich orange Blätter
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5 Dinge, die man wissen sollte, bevor man eine Katze aufnimmt

Es ist ein bisschen wie beim Eheversprechen: In guten wie in schlechten Zeiten und bis, dass der Tod euch scheidet.

Gerade jetzt kurz vor Weihnachten geistert die Vorstellung wohl durch die Köpfe vieler Menschen. Gerade bei Kindern steht er oft ganz oben auf der Wunschliste: Ein eigenes Haustier.

Und während ein Tier eine wunderbare Möglichkeit für Kinder ist Verantwortung, Empathie und vieles mehr zu lernen, ist es doch eine wichtige Entscheidung ein Tier bei sich aufzunehmen, und man muss sich der Konsequenzen bewusst sein.

Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung nur von Katzen sprechen. Viele dieser Punkte lassen sich aber sicherlich auch auf andere Tierarten anwenden.

Deswegen gibt es nun: 5 Dinge, die man wissen sollte, bevor man eine Katze aufnimmt.

1. Die Klassiker

Es gibt ein paar ganz typische Punkte, über die wohl jeder, der mit dem Gedanken spielt ein Haustier aufzunehmen, ziemlich schnell stolpert. So etwas wie: Du musst die Katze jeden Tag mehrmals füttern, das Katzenklo sauber machen und im Urlaub jemanden organisieren, der sich um die Katze kümmert. Diese Punkte stimmen natürlich alle, sind aber wohl recht offensichtlich und wahrscheinlich hat jeder, der auf die Idee kommt, diesen Artikel zu lesen, sie schon mehrfach gehört. Ich möchte sie aber trotzdem erwähnen, einfach weil sie trotzdem zum Thema dieses Artikels gehören.

Deswegen: Du musst Zeit investieren und dich jeden einzelnen Tag um deine Katze kümmern. Sie ist ein lebendiges Wesen, das seine eigenen Bedürfnisse hat. Und um diese muss man sich kümmern, egal ob man gerade Lust darauf hat oder nicht. Im Fall, dass man es selbst nicht kann, liegt es in der Verantwortung des Besitzers einen würdigen Ersatz zu finden. Wenn man also beispielsweise im Urlaub ist, braucht man jemanden, der sich für diese Zeit um die Katze kümmert. Dementsprechend kann man auch nicht einfach spontan wegfahren, sondern muss sich mit der Vertretung absprechen.

Eine Glückskatze liegt auf einer Decke an ein Kissen gelehnt und schaut mit großen Augen in die Kamera

Und die Sache mit den Tierhaaren? Ja, sie stimmt voll und ganz. Du wirst überall Katzenhaare haben: An deiner Kleidung, auf dem Sofa, in der Küche, im Bett, auf jeder einzelnen Decke und, wenn du dir vornimmst, einen Ort katzenhaarfrei zu halten, wird das garantiert der Lieblingsplatz deiner Katze. Katzenhaare sind wie Tannennadeln: Sie sind überall und du findest sie selbst Jahre später noch an den unerwartetsten Orten.

Aber hey, als Katzenbesitzer gilt: Ohne Katzenhaare bist du nicht richtig angezogen. Und für unsere süßen Fellkugeln folgen wir diesem Motto mit Freuden.

2. Die Katze braucht Aufmerksamkeit, auch wenn du gerade nicht willst

Katzen möchten von ihren Menschen beachtet werden. Sie wollen gestreichelt werden, möchten spielen und finden es super, wenn du einfach mit ihnen redest, und deine Aufmerksamkeit nur ihnen allein gilt. Deine Katze braucht Liebe und Aufmerksamkeit, auch, wenn du gerade keine Lust darauf hast. Sie wird dich so lange auf ihre ganz eigene Art bearbeiten, bis du ihr gibst, was sie möchte. Oder sich traurig und enttäuscht zurückziehen. Je nach Charakter.

Natürlich gibt es auch Katzen, die sehr unabhängig sind und eigentlich nur zum Essen nach Hause kommen. Aber in jedem Fall gilt: Wenn man eine gute Beziehung mit seiner Katze möchte, muss man ihr Aufmerksamkeit schenken – und das regelmäßig. Und einige werden das auch einfordern.

Besonders wichtig ist das für jeden, der gerne ein Kätzchen oder eine sehr junge Katze adoptieren möchte. Für diese musst du wirklich Zeit einplanen, um mit ihnen zu spielen und sie zu beschäftigen. Denn kleine Kätzchen langweilen sich sehr schnell und haben sehr viel Unsinn im Kopf.

Eine kleine getiegerte Katze fängt ein blaues Spielzeug, das mit einer Schnur an einem Stab befestigt ist. Sie beißt in die blaue Feder und umkrallt sie. Man sieht ihren Spaß.

Ältere Katzen sind da meist etwas gesetzter und kommen auch mal einige Tage mit weniger Beschäftigung aus. Für kleine Katzen ist das schwieriger. Sie sind eben Kinder. Das muss man sich bewusst machen bevor man ein Kätzchen aufnimmt, einfach nur, weil die so süß sind.

3. Auch Katzen wollen nicht den ganzen Tag allein sein

Klar, eine Katze ist kein Hund und würde nicht den ganzen Tag trauernd vor der Haustür sitzen. Aber viele Leute denken, weil Katzen so unabhängige Haustiere sind und gerade bei Freigängern,  dass diese problemlos auch über längere Zeit allein sein können und den Menschen gar nicht wirklich vermissen.

Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch. Katzen schlafen tagsüber sowieso viel und Freigänger kommen auch gut allein zurecht, vor allem, wenn sie selbstständig rein und raus können. Aber auch Katzen wollen Aufmerksamkeit, wie in Punkt 2 erklärt, und können sich auch einsam fühlen.

Wichtig ist dabei natürlich auch, wie sie es gewohnt sind. Wächst die Katze von vornherein so auf, dass die Menschen nur Abends nach der Arbeit da sind, wird sie sich damit arrangieren. Kommt die Katze aber aus einem Haushalt, in dem fast immer jemand da war, wird sie sich schneller einsam fühlen.

Und obwohl Katzen Einzelgänger sind, habe ich das Gefühl, dass sie trotzdem gerne ein anderes katzisches Wesen in ihrer Nähe wissen, um sich nicht ganz allein auf der Welt zu fühlen. Und auch unter Katzen können richtige Freundschaften entstehen – das ist besonders schön!

Also: Wer Vollzeit arbeitet, für den wird eine Katze sicherlich ein geeigneteres Haustier sein als ein Hund. Je nach Gewohnheit und Umfeld können sie gut einige Stunden allein sein. Am Abend sollte aber Zeit für das Tier eingeplant werden: Zum Kuscheln, Spielen und Aufmerksamkeits-Batterie aufladen.

Ausnahme gilt wieder für Kätzchen: Die sollte man wirklich nicht den ganzen Tag allein lassen! Sie sind aufmerksamkeitsbedürftiger und kommen einfach viel schneller auf dumme Ideen, die für den Menschen ärgerlich, oder sogar gefährlich für das Kätzchen selbst sein können. Deswegen sollte ein Haushalt, in dem alle Vollzeit arbeiten, lieber eine ältere Katze aufnehmen.

Man sieht eine Katze mit weißem und getiegertem Fell mit roten Flecken. Sie spielt mit einem Spielzeug, das an einer Schnur befestigt ist und macht quasi einen Purzelbaum während sie es fängt.

4. Die süßesten Momente kannst du nicht filmen oder fotografieren

Egal wie oft ich schon versucht habe all die süßen, lustigen, schönen Momente zu filmen oder zu fotografieren – es will einfach nicht klappen. Ich würde so gerne zeigen, wie mein Leben mit Katzen so aussieht. Anderen diese Momente zeigen, die einfach so typisch Katze sind. Aber es geling nur in den seltensten Fällen.

Entweder ist das Handy nicht schnell genug zur Hand oder es kommt in der Kamera einfach gar nicht rüber, wie süß die Katzen beim Spielen oder Schlafen in Realität ist. Und wenn Besuch da ist, werden sie das alles garantiert nicht machen. Du musst die süßen Momente, die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder ein verzücktes Seufzen entlocken, also in deinem Herzen behalten und dich damit abfinden, dass Andere sie nicht zu sehen bekommen. Katzen sind schlecht zum Angeben.

5. In guten wie in schlechten Zeiten

Wer eine Katze aufnimmt, muss sich der Verantwortung bewusst sein, die er damit eingeht. Denn das Zuhause sollte lebenslang sein. Auch im Alter, auch bei Krankheiten, auch, wenn die Kinder älter sind und sich vielleicht nicht mehr so sehr für ihre Haustiere interessieren, wie früher.

Eine Katze aufzunehmen sollte gut überlegt sein.

Klar, gibt es Situationen, in denen es wirklich nicht mehr geht, und man die Katze schweren Herzens abgeben muss. Wer aber schon mit so einem Gedanken in die Sache hinein geht, sollte keine Katze adoptieren. Das Ziel muss immer sein der Katze ein Zuhause auf Lebenszeit zu geben. Und zwar in guten wie in schlechten Zeiten.

Meine persönliche Empfehlung

Wer sich nun nach gründlichem Überlegen dafür entscheidet, eine Katze aufnehmen zu wollen, für den habe ich noch eine herzliche Empfehlung.

Geh ins Tierheim! Damit unterstützt du nicht nur einen guten Zweck und gibst einem Tier ein Zuhause, das bisher nicht so viel Glück im Leben hatte. Es hat auch einen ganz praktischen Grund.

Eine Glückskatze liegt auf demBoden und schaut aufmerksam nach rechts, aus dem Bild hinaus.

Ich empfehle das besonders für die Menschen, die zum ersten Mal eine Katze adoptieren wollen. Denn im Tierheim profitierst du von der Erfahrung der Mitarbeiter:innen. Sie kennen ihre Tiere und können dir die Katze empfehlen, die am Besten zu dir und deinen Voraussetzungen passt. Sie wissen bereits, welche Konstellationen oft gut funktionieren und auch gut einschätzen, was für eine Art von Zuhause sich jede Katze individuell wünscht. Gruppenfreund oder Einzelprinzessin, viel Unabhängigkeit oder lieber mehr Kuscheleinheiten. Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere und die Menschen im Tierheim kennen sich gut aus und können dir eine Katze vermitteln, die wirklich perfekt zu dir passt. Das habe ich selbst schon erlebt.

Außerdem können sie dir wertvolle Tipps für die Eingewöhnung geben und du hast einen Ansprechpartner, an den du dich bei Problemen wenden kannst.

Deswegen meine Empfehlung: Adoptiere eine Katze aus dem Tierheim und lass dich von den Experten dort beraten!

Warum ich so gerne mit Katzen zusammen zu lebe? Darüber habe ich hier geschrieben.


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2 Kommentare

  1. Habe seid kurzem eine Katze und nehme mir gerne einige Wertvolle Informationen mit. Danke dafür.

    Lg Alisa

    1. says:

      Hallo Alisa,
      vielen Dank für deinen Kommenar! Es freut mich sehr, wenn ein paar Punkte interessant für dich waren. Erzähl gerne, wie es mit deiner Katze läuft und wenn du etwas fragen wollen solltest, helfe ich gern weiter. Viel Glück euch beiden!

      LG, Melanie

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